Achtsames Selbstmitgefühl (MSC, Mindful Self-Compassion)

Achtsames Selbstmitgefühl (25. November 2019 – 9. Februar 2020)

Wenn ein guter Freund oder eine gute Freundin leidet, scheitert, oder sich unzulänglich fühlt, wie reagierst du darauf? Und wie reagierst du, wenn du selbst leidest, scheiterst, oder dich unzulänglich fühlst? Ein Sprichwort besagt: „Wenn wir mit anderen umgehen würden, wie mit uns selbst, dann hätten wir wahrscheinlich keine Freunde!“

Tatsächlich fällt es den allermeisten Menschen leichter, anderen gegenüber freundlich und mitfühlend zu sein. Aber wir können uns selbst wieder in den Kreis unseres Wohlwollens miteinschließen, indem wir uns mit Selbstmitgefühl zuflüstern, dass auch wir selbst liebenswürdig sind. Dieses Mitgefühl ist eine angeborene menschliche Fähigkeit, die von jedem Menschen entwickelt und vertieft werden kann. Auch von jenen, die sich vielleicht schon lange vernachlässigt haben oder mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Eine einfache Definition von Selbstmitgefühl ist also, uns selbst so zu behandeln, wie jemanden den wir wirklich lieben, oder wie wir gerne von Freunden und Familie behandelt werden wollen. Und zwar ganz besonders dann, wenn wir Fürsorge und Unterstützung gerade am nötigsten haben.

Etwas genauer genommen hat Selbstmitgefühl drei Kernkomponenten: Achtsamkeit, das Gefühl von menschlicher Zusammengehörigkeit, und ein liebevoller Umgang mit sich selbst. Achtsamkeit lässt uns zu der gesamten Fülle des gegenwärtigen Moments erwachen und diese mit Leichtigkeit annehmen. Das gemeinsame Menschsein eröffnet uns unsere grundlegende Verbundenheit mit anderen und die Gewissheit mit unserem Leiden nicht alleine zu sein. Und mit Selbstfreundlichkeit begegnen wir uns in schwierigen Momenten mit Wohlwollen anstatt mit Selbstkritik. Alle Komponenten zusammen ergeben eine Erfahrung von warmherziger verbundener Präsenz.

Forschungsergebnisse zum Thema Selbstmitgefühl belegen, dass es emotionales Wohlbefinden, gesunde Lebensweisen und zufriedenstellende Beziehungen fördert und zur Abnahme von Ängsten, Depression und Stress führen kann. Natürlich ersetzt es keine Therapie oder ärztliche Behandlung, aber es kann diese hilfreich unterstützen.

Bedenken und Zweifel gegenüber dem Thema Selbstmitgefühl zu haben ist vollkommen normal. In einem weiterführenden Dokument mit Kursinformationen helfe ich dir, diese Anhand der jüngsten Forschungsergebnisse zu klären. In diesem Dokument findest du auch weiteren Informationen zu den Kursinhalten, organisatorische Details sowie Literaturempfehlungen und ein Gedicht.


Kurseinheiten:
Montag, 25. November und 2., 9. & 16. Dezember 2019, 18-21 Uhr
Sonntag 12. & 26. Jänner und 2. & 9. Februar 2020, 18-21 Uhr
Retreat-Halbtag am Sonntag, 19. Jänner 2019, 17-21 Uhr

Kursort:
Praxisgemeinschaft. Eggerthgasse 9, Top 6, 1. Stock. 1060 Wien

Kursassistenz:
Mag. (FH) Magdalena Ségur- Cabanac, MSc. Psychotherapeutin, Paar- und Sexualtherapeutin [Homepage]

Kursumfang:
Acht dreistündige Kurseinheiten und ein vierstündiges Retreat
Supervidierter Erfahrungsaustausch in der Gruppe
Angeleitet Übungen als MP3s
25 formelle und informelle Übungen zum Entfalten von Selbstmitgefühl
70-Seitiges Handout mit begleitendem Material
Gedichte zum Thema Selbstmitgefühl
Wöchentliche E-Mail-Zusammenfassungen der Kurseinheiten
Eine achtwöchige Praxisgemeinschaft in liebevoller, verbundener Präsenz

Kursgebühr:
€390 bei Anmeldung bis zum 15. November 2019, danach €450

Anmeldeschluss:
23. November 2019

Voraussetzungen:
Ein kurzer Fragebogen und ein telefonisches Vorgespräch mit dem Kursleiter ist Teilnahmevoraussetzung. Vorerfahrung mit Achtsamkeitspraxis kann hilfreich sein, ist aber nicht zwingend notwendig. TeilnehmerInnen sollten bereit sein, für den Verlauf des Kurses sich täglich mindestens zwanzig bis dreißig Minuten in Achtsamkeit und Selbstmitgefühl zu üben.

Anmeldung:
office@dennis-johnson.com; 0664/1342223